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von der Tehuti Research Foundation

Letztes Update vom: 4. September 2000


gypten 101 – Die Geister unserer Vorfahren


(Die Traditionen des Alten gypten leben weiter)

Der fehlgeleitete Heerfhrer” der westlichen gyptologen, der im Kolonialismus stehengebliebene Alan Gardiner, schrieb in seinem Buch gypten und die Pharaonen”:

Die Wahrheit ber unsere Geschichte ist untrennbar mit dem Wissen ber persnliche Beziehungen verbunden, und in gypten spiegeln die Chroniken der Araber eine fast ununterbrochene Folge bitterer Feindseligkeiten wider.”

Dieser Britische Kolonialist, Gardiner, dachte dabei wohl an die moslemisch-arabischen Eroberer, die gypten zum Schauplatz ihrer Greueltaten gemacht haben. Mit den gyptern selbst hat diese Aussage Gardiners dagegen berhaupt nichts zu tun – sie betrifft ausschlielich die grausamen Eindringlinge in dieses Land. Was gypten angeht, liegt er vollkommen falsch, weil man den wahren gypter unmglich verstehen und analysieren kann, ohne die Wurzeln seines Glaubens an die Naturkrfte und die Geister seiner Vorfahren zu begreifen.

Al-Ahram, die auflagenstrkste Zeitung gyptens, berichtete in ihrer Ausgabe vom 29. Januar 1999 ber eine Konferenz der gyptischen Anthropologie in Kairo, an der auch gyptische Wissenschaftler teilgenommen haben. Auf dieser Konferenz wurde die Tatsache anerkannt, da der Glaube der Alten gypter an die Macht der Geister ihrer Vorfahren und die dringende Notwendigkeit, mit ihnen bzw. durch sie zu kommunizieren, auch heute noch beraus stark verbreitet ist. ber das ganze Land verstreut finden jhrlich ungefhr 2.850 regionale und nationale Feierlichkeiten statt, die mit diesem Glauben in Verbindung stehen und an denen sich etwa die Hlfte der gyptischen Bevlkerung beteiligt. Dabei sind die wirklichen Zahlen noch weitaus hher, als es auf dieser Konferenz angenommen wurde.

berall in gypten findet man unzhlige Schreine fr die geliebten Verstorbenen. Dabei handelt es sich um die gleichen Schreine, die von den akademischen gyptologen als lokale Gtter” des Alten gypten bezeichnet werden. Diese Schreine werden regelmig von gyptern aus allen Landesteilen aufgesucht. Jegliche Art eines Wettstreits um die grere Macht oder Bedeutung zwischen den einzelnen Orten hat es dabei nie gegeben, und es wird sie auch mit Sicherheit niemals geben.

Die westlichen gyptologen teilen die Neteru (die Gtter bzw. Gttinnen) des Alten gypten in kosmische, allgemeine und lokale Gottheiten” ein, wobei fast alle von ihnen behaupten, ber die lokalen Gtter” wre nicht allzu viel bekannt. Offensichtlich verstehen sie berhaupt nichts ber das wahre Wesen des Alten gypten und wollen die Wahrheit auch gar nicht sehen.

Da einfach alles – die Gesellschaft des Alten (und damit im Grunde genommen auch des gesamten heutigen) gyptens – aus einer einzigen, gemeinsamen Quelle stammt, handelt es sich um keinen zeitlich begrenzten Proze mit einem genau definierbaren Beginn und Ende, sondern um eine unendliche Entwicklung seit der Zeit unserer Vorfahren, in der sich jedes einzelne Glied dieser Kette, das inzwischen zu einer Sitte, einem Brauch oder sogar zum Gesetz geworden ist, bis zu unseren spirituellen Urvtern zurckverfolgen lt.

Man findet diese Denkweise in ganz Afrika wieder, wobei ihre Existenz sich durchaus mit dem Glauben an Gott als Schpfer der Erde und aller Dinge und Lebewesen auf der Welt vereinbaren lt, da ja schlielich auch die Gesellschaft unserer Vorfahren als Ergebnis und als Weiterfhrung der Schpfung gesehen werden kann.

Ausar (Osiris), der gttliche Vorfahre, ist der Vater der Seelen der gypter und gleichzeitig das Symbol fr ihre Hoffnung auf die Auferstehung nach dem Tode und auf die Unsterblichkeit, die wiederum nur durch den Tod und die anschlieende Auferstehung erreicht werden kann.

Ausar (Osiris) steht auerdem fr die Entwicklung des Universums und die untrennbar mit dieser Entwicklung verbundenen zyklischen Ablufe. Deshalb wurde er auch mit dem Geist ( und gleichzeitig damit der Energie) des Korns, der Bume, der Tiere, der Reptilien, der Vgel usw. gleichgesetzt.

Die Denkweise unserer Vorfahren beruht auf dem beinahe universellen Glauben an die Unsterblichkeit der menschlichen Seele nach dem Tode. Das bedeutet auch, da ein Mensch, der ein beachtliches Lebensalter erreicht hat, eine besonders starke Seele besitzt, die mit ihrer gesamten spirituellen Kraft in die nchste Welt bergeht. Diese Kraft wiederum steht seinen Nachkommen zur Seite und beschtzt sie in dieser Welt. Dabei betrachtet man die Kraft dieser Seele am besten als Vermittler und Bindeglied zwischen seiner Familie und den unbekannten Mchten, die das Universum beherrschen. Wenn diese Seele also unsere Welt verlt, mu man sie mit der entsprechenden Achtung behandeln und mit allem ausstatten, was sie jemals brauchen knnte. Deshalb wird auch ein Teil des Besitzes des Verstorbenen aus dieser Welt mit ihm begraben.

Den Geist unserer Vorfahren nennt man Guinea/Ginne. In der arabischen Version heit er Jinne/Jenne. Dieser alte gyptische Begriff wurde bis in zahlreiche Orte Afrikas sdlich der Sahara weitergetragen. Dort finden wir noch heute den Golf von Guinea, Guinea-Bissau, das Land Guinea und eine der bekanntesten Stdte am Bani-Flu – Ginne (bzw. Jenne). Gleichzeitig gelangte dieses alte gyptische Wort auch bis nach Europa. Zum Beispiel nennt man auch hierzulande bis heute das menschliche Erbgut Gen (englisch gene).

Geister (Energien/Energieformen) knnen sowohl gut als auch bse sein, wobei sie in beiden Varianten eine ungeheure Macht ber die Lebenden besitzen. Aus diesem Grund waren und sind die Menschen stets bestrebt, die bsen Geister fernzuhalten und die ihnen freundlich gesinnten Geister willkommen zu heien. Dieser Wunsch fhrte dazu, da im Laufe der Geschichte durch bestimmte Glaubensgemeinschaften bzw. Priester die Verstndigung mit diesen Mchten gelehrt wurde. (Der Autor selbst verfgt brigens nicht ber solche Fhigkeiten.)

Man nimmt an, da die Geister (Energien/Energieformen) der Verstorbenen sich whrend ihrer Besuche auf unserer Erde frei unter den Lebenden bewegen knnen. Bei diesen Gelegenheiten bermitteln sie uns in unterschiedlicher Form Warnungen, Ermutigungen und Ratschlge, z.B. durch unsere Trume, wenn ein Teil unseres unsichtbaren (spirituellen) Wesens unseren menschlichen Krper verlassen hat, oder auch durch die besonders einfallsreiche Kommunikation mit Hilfe von Vgeln oder Tieren, einem Windhauch oder dem Flackern einer Kerze als Boten.

Bei einem Teil der unsichtbaren Energien handelt es sich aber auch um bsartige und durchtriebene Geister, die bestndig danach streben, uns Leid zuzufgen. Man nimmt sogar an, da in diesen Seelen die Krfte des Bsen weitaus strker wirken als whrend ihres Lebens in unserer Welt, weil die Befreiung von ihrem menschlichen Krper ihre Fhigkeit, anderen Menschen zu schaden, vergrert hat. Deshalb versucht man, sie durch Opfergaben milder zu stimmen, sobald eine Familie vom Bsen heimgesucht wird. So entstand auch das Sprichwort: Gebt dem Teufel, was ihm gebhrt!”

Die Verbindung zur Welt der Lebenden:
In unserer modernen Gesellschaft ist es inzwischen eine anerkannte Tatsache, da wir nur etwa 5 % unserer geistigen Fhigkeiten nutzen. Nur sehr wenige Menschen, die sich gezielt damit beschftigen, sind sich der unsichtbaren Energieformen um uns herum so stark bewut, da es ihnen gelingt, auf einem der mglichen Wege mit dem Universum in Verbindung zu treten.

Eine Grundvoraussetzung fr inneren Frieden und innere Strke, Gesundheit und Wohlstand, besteht darin, da wir mit der Natur im Einklang leben. Manche Menschen erreichen diese Harmonie durch die Kommunikation mit ihren Vorfahren (Ginne) und den zahlreichen anderen Energieformen. Die Glubigen und die Anhnger des Spiritismus knnen uns bei unserem Streben nach dieser Harmonie helfen, indem sie die spirituellen Krfte erlutern und uns Mittel und Wege lehren, sie zu beeinflussen.

Die frheren und auch die heutigen Einwohner lndlicher Gegenden in gypten, wie z.B. zahlreiche Songhai, die an den Ufern des Niger und in der Sahelzone leben, glauben daran, da die Welt eigentlich aus zwei Welten und sieben Himmeln besteht. Gott lebt gem dieses Glaubens im am weitesten entfernten Himmel. Die Himmel Nummer zwei bis sechs werden von den Engeln bevlkert, whrend die Geister unserer Vorfahren im ersten Himmel zu finden sind, also in dem, der unserer Erde am nchsten liegt. Dabei knnte man das Wort Himmel auch durch die Bezeichnung Reiche ersetzen.

In bereinstimmung mit der ursprnglichen Vorstellung von der Schpfung berwinden also unsere Vorfahren den bergang von der bernatrlichen in die natrliche Welt. So stellen sie eine direkte Verbindung zwischen diesen beiden Welten durch die Verbindung der Menschen mit ihren frhesten Vorfahren her. Durch ihre Nhe und auch, weil sie einst zu den Lebenden gehrt haben, neigen unsere Vorfahren dazu, sich in unser tgliches Leben hier und heute einzumischen. Dies trifft ganz besonders auf die Vorfahren zu, die erst krzlich verstorben sind und denen man nachsagt, da sie oft mehrere Wochen oder sogar Monate in einer Art Schwebezustand zwischen Leben und Tod verbringen.

Eine Vielzahl von Religionen beinhaltet spezielle Rituale zur Untersttzung dieser Geister, die man damit dazu ermutigen will, ihren Abschied leicht zu nehmen und die soziale Ordnung wiederherzustellen, die durch ihren Tod unterbrochen wurde. Wie bereits vorher erwhnt, kann der Geist/die Energieform, die dem Menschen aus Fleisch und Blut bei seiner Geburt das Leben gegeben hat und die den Krper bei seinem Tod wieder verlassen hat, auf unbegrenzte Zeit sowohl innerhalb als auch auerhalb des menschlichen Krpers leben. Um mit der freien Seele des Verstorbenen kommunizieren zu knnen, bentigt man einen bestimmten Wohnort (eine besonders konzentrierte Form von Energie und auch von Materie), um den Willen des Verstorbenen dort zu offenbaren und damit die lebenden Menschen auf unserer Erde beeinflussen zu knnen.

Aus diesem Grund schufen die Alten gypter Wohnorte fr alle Arten von Geistern in Form von Amuletten und Statuen. Die Geister der Verstorbenen bzw. ihre Energien besaen die Fhigkeit, diese Orte willentlich aufzusuchen und wieder zu verlassen. Die gypter trugen zur Zeit ihres Lebens die unterschiedlichsten Amulette, und wenn sie gestorben waren, wurden diese Amulette auf ihre toten Krper gelegt, weil man daran glaubte, da die in ihnen befindlichen wohlwollenden Geister sie auch weiterhin vor den bsen Geistern beschtzen wrden. In den Grbern gyptens fand man daher unzhlige Schmuckstcke aus den verschiedenartigsten Materialien – Muscheln, Zhne von Tieren und Menschen, kunstvolle Anhnger usw. -, die man an einer Kette tragen konnte, und dieser Brauch wird in den lndlichen Gegenden gyptens und in Afrika sdlich der Sahara auch heute noch praktiziert.

Weder die gypter noch die modernen Afrikaner sahen ihre Amulette und Fetische jemals als Gottheiten, und sie glaubten auch nicht, da diese ihre Gtter verkrperten. Diese Fetische sollen nichts weiter als Wohnorte fr die Geister darstellen. Ein Geist bzw. eine Energieform kann berall und in jedem Gegenstand oder Lebewesen existieren. Der betreffende materielle Gegenstand ist also nur ein Medium. Dabei erkennt der Benutzer dieses Gegenstandes einen klaren Unterschied zwischen dem materiellen Objekt und dem Geist, der in ihm lebt. Deshalb ist auch kein Gegenstand zu klein, zu armselig oder zu lcherlich, um einem Geist als Wohnort zu dienen. Wenn man jedoch annimmt, da der Geist den betreffenden Gegenstand fr immer verlassen hat, wird dieser Gegenstand achtlos weggeworfen.

Die Seele eines Verstorbenen bzw. ihre Energie besitzt kein Zuhause. Um diese Energieform zu erhalten, mssen wir uns um sie kmmern. Die Energie eines Lebenden wird sich auflsen (schwcher werden und letztendlich sterben), wenn wir ihr nicht zu essen und zu trinken geben. Demzufolge bentigt der Geist eines Verstorbenen bzw. seine Energie Nahrung, da er sich sonst auflsen und zerfallen oder auch in andere Energieformen umwandeln wird. Man knnte es auch noch einfacher ausdrcken, indem man sagt, die Seelen der Verstorbenen sind immer hungrig und durstig und mssen deshalb Nahrung und Getrnke erhalten. Versumt man, sie damit zu versorgen, verlieren sie ihre Krfte zur Untersttzung der Lebenden in unserer Welt. Deshalb war und ist es unbedingt erforderlich, da wir die Geister unserer Vorfahren beschenken. Die Alten gypter und die modernen gypter in lndlichen Gegenden, wie auch die Afrikaner, berbringen den Geistern ihrer Vorfahren vielfltige Gaben, um ihre Hilfe und ihren Schutz im tglichen Leben nicht zu verlieren. Wenn die westlichen gyptologen diesen Glauben an die Geister der Vorfahren als lcherlich” bezeichnen, sollten wir sie an ihren eigenen Glauben an ein Wesen, das halb Mensch und halb Gott gewesen sein soll, das von einer Jungfrau geboren wurde, das gestorben und wieder auferstanden ist, erinnern, fr dessen Existenz es bis heute weder einen historischen, noch einen archologischen Beweis gibt.

Moustafa Gadalla
Maa-Kheru (Die Stimme der Wahrheit)


Diese Seite wurde bersetzt von Christiane Mller.
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berblick ber die, (bisher nur in englischer Sprache) erhltlichen Bcher ber das Alte gypten

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The Ancient Egyptian Culture Revealed
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Der Betrug mit der Geschichte Die unver������¶ffentlichte Geschichte des Alten ����¯�¿�½gypten
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