Letztes Update vom: 4. September 2000
Die Herrscher (Afrangi) und
ihre Untertanen (Baladi)
Die stumme Mehrheit der gypter bezeichnet sich selbst als “Baladi”, die “Einheimischen”.
Die laute Minderheit der gypter dagegen, die hohen Regierungsbeamten, Akademiker, Journalisten und selbst ernannten Intellektuellen, werden von der stummen Mehrheit unter dem Begriff “Afrangi”, die “Fremden”, zusammengefat.
Diese gyptischen “Afrangi” leiden unter einer starken Identittskrise, die sich in der nationalen Presse, z.B. in Form von Artikeln unter der berschrift “Wer sind wir?” widerspiegelt. Es handelt sich bei ihnen um Menschen, die ihre Wurzeln verloren haben, indem sie sich nicht lnger als Eindringlinge sehen wollten, die einst das geliebte Land gypten erobert haben.
Dabei sind die “Afrangi” sogar so weit gegangen, da sie gypten in die “Arabische Republik gypten” umbenannt haben, um ihre Lehrmeister in Saudi-Arabien gndig zu stimmen.
Als ein Werkzeug der Macht, wie die Araber, beherrschen und unterdrcken die “Afrangi” die “Baladi”, die Einheimischen. Genau wie ihre auslndischen Herren erweisen sie sich dabei als besonders arrogant, grausam und eingebildet. Als die auslndischen Eindringlinge gypten verlassen haben, bernahmen die gyptischen Afrangi deren Rolle als die angeblich rechtmigen Machthaber des Landes.
Die gyptischen “Baladi”, die Einheimischen, leiden nunmehr seit etwa 2.000 Jahren unter fremder Herrschaft und dabei ganz besonders unter den Moslems bzw. Arabern. Dabei haben sie es gelernt zu berleben. Sie bewahren ihre Traditionen verborgen unter dem nach auen hin sichtbaren, dnnen Deckmantel des Islam, damit sie die Herrschaft der auslndischen Eindringlinge und der gyptischen “Afrangi” berdauern knnen.
Als einer von denjenigen, die als gyptische “Afrangi” geboren und aufgewachsen sind, entdecke ich das Alte gypten und meine eigenen Wurzeln auf der Seite der unterdrckten “Baladi”, der wahren Einheimischen unter der Bevlkerung des Landes.
von Moustafa Gadalla
Diese Seite wurde bersetzt von Christiane Mller.
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